V E R C H E E R T

Gastspiel von und mit Gubcompany, Cortis&Sonderegger

ein visuelles Spektakel über das Entstehen der Bilder, Licht
und Schatten, Illusion und Täuschung
Ab 7 Jahren / 1.-4. Klasse

Eine grosse Kartonkiste, Klebeband, Bohrmaschine und Licht im Inneren der Kiste, Transparentpapier, ein Brillenglas, schon sehen wir ein projiziertes Bild, das auf dem Kopf steht. Im Inneren der Kiste steht die Welt scheinbar Kopf. Zwei Fotografen und zwei Performerinnen entwickeln auf der Bühne ein irritierendes Spiel um die Fragen, was sehe ich, wenn ich sehe, was ist richtig – oder leben wir nicht die ganze Zeit in einer verkehrten Welt?

 

Zurück zum Analogen – in Zeiten der massenhaften Klicks, mit denen Bilder festgehalten werden, geht Gubcompany mit Cortis&Sonderegger einen Schritt zurück und zeigt die Anfänge der Fotografie, wie ein Bild entsteht. Gerade für Kinder kann das Erleben, wie ein Bild aus dem Nichts auftaucht, schärfer wird, grösser, kleiner von besonderer Bedeutung sein. Nicht der Klick macht das Bild, sondern das Licht, das Loch, die Linse, der Abstand der Person oder eines Objekts zum Licht, zum Loch, zur Linse. Ein Arrangement, das Zeit in Anspruch nimmt und Zeit lässt zum SEHEN. In «Vercheert» kann das Publikum, Kinder und Erwachsene, einen Moment der Entschleunigung erfahren und eigene Bilder entwickeln.

 

Sichtbarkeit – Auf der Bühne ist alles sichtbar. Vor den Augen des Publikums wird eine grosse Karton-Box gebaut, aus der eine begehbare Kamera entsteht, eine Camera Obscura. Das Licht ist darin wie in einem Bunker gefangen und strahlt durch die gebohrten Löcher nach aussen. Die beiden Fotografen verfolgen ihre Absicht, mit der Camera Obscura scharfe und schöne Bilder herzustellen, während die beiden Performerinnen von den Fragen, was ist das, was tun die? umgetrieben werden. Der hell beleuchtete Innenraum der Kiste/Kamera wird für die Performerinnen zur Spielwiese in der sie verschiedene Emotionen, Figuren, Geschichten ausprobieren.

 

Verkehrt – Die Bilder, die von Kiste/Kamera nach aussen projiziert werden, stehen auf dem Kopf und lösen bei den Zusehenden den Drang aus, sie umzudrehen, sie richtig hinzustellen. Dazu muss jedoch im Inneren der Kamera das Bild auf dem Kopf stehen. Das Innere der Box und die projizierten Bilder im Aussenraum sind nicht dasselbe. Die beiden Performerinnen reagieren auf dieses paradoxe Phänomen, untersuchen es, versuchen herausfinden, was da geschieht, während die beiden Fotografen, mit Linsen und Projektionsflächen fantastische Bildwelten kreieren, die Box wird immer mehr zu einem surrealen Gebilde, in dem die räumliche Orientierung verschwimmt. Oben, unten, links rechts, Grössenverhältnisse ändern sich. Wird das Licht in der Kiste ausgemacht und im Aussenraum wieder angemacht, finden wir uns wieder in der altbekannten Realität. In der Erinnerung bleibt die verkehrte Welt.

Team

Idee: Heinz Gubler
Konzept/Regie/Dramaturgie: Christine Rinderknecht/ Heinz Gubler und Ensemble
Live-Szenographie: Adrian Sonderegger/Jojakim Cortis – Fotografen des Jahres 2019
Performerinnen: Vera Bommer, Maria Rebecca Sautter
Licht: Hansueli Trüb
Theaterpädagogik: Pierina Bernetta
Auge von aussen: Benno Muheim
Produktionsleitung: Roland Amrein

Öffentliche Vorstellungen (ab 7 Jahren)

Theaterhaus Thurgau, Weinfelden:

So 27. März 2022, 10.15 Uhr

Schulvorstellungen (1.-4. Schuljahr)

12.- pro Person (Thurgauer Schulen werden vom Kulturamt finanziell unterstützt)

Theaterhaus Thurgau, Weinfelden

Do 24. März 2022, 9.45 Uhr
Do 24. März 2022, 14.15 Uhr*
Fr 25. März 2022, 9.45 Uhr

* Optionale Daten: finden statt, falls die anderen ausgebucht sind

Unterrichtsmaterial
Video Trailer